Mirjam Pressler - Autorin und Übersetzerin

Ich schreibe Geschichten, das heißt, ich schreibe Texte im Medium der Sprache, aus denen im Kopf des Lesers etwas Eigenes entsteht, eigene Variationen des vorgegebenen Themas.
Meine Protagonisten sind Kinder und Jugendliche ... Für meine Helden ist Sprache lebenswichtig, überlebenswichtig, wer wüsste das besser als ich.

Meine Aufgabe ist es nicht nur, sie durch Sprache zum Leben zu erwecken, ich muss ihnen auch eine eigene Sprache geben, damit sie ihre Sehnsüchte formulieren und ihre Ansprüche anmelden können.
Umso mehr, wenn sie die Sprache gerade erst entdeckt haben, so wie es auch bei manchen meiner Leser und Leserinnen der Fall sein mag.
Noch schwieriger ist es, wenn sie, die Figuren, die Sprache noch gar nicht gefunden haben ... Aber eine große Herausforderung für Schriftsteller ist es ja gerade, Sprachloses in Sprache zu übersetzen.

 

Auszeichnungen

 

meine Autorentätigkeiten

Wer morgens lacht

Verlag: Beltz & Gelberg

Wer morgens lacht Feinfühlig und intensiv erzählt Mirjam Pressler von zwei ungleichen Schwestern: Erst jetzt, Jahre nach Maries spurlosem Verschwinden, wagt Anne, sich den Erinnerungen zu stellen, die ihr fast den Atmen nehmen. Sie will der Wahrheit ins Gesicht sehen, will endlich wissen, was damals geschah. Dabei treten Familiengeheimnisse zutage, von denen sie nicht wusste. Doch wie weit kann man der eigenen Erinnerung wirklich trauen?

»Ich muss sie loswerden, das ist meine einzige Chance, wieder nur ich zu sein. Bis heute sitzt sie mir im Genick, und wenn es mir mal gelingt, sie ein paar Tage zu verdrängen, taucht sie in meinen Träumen auf.« Anne war erst fünfzehn, als ihre ältere Schwester Marie spurlos verschwand. Doch in Annes Gedanken ist sie geradezu unheimlich präsent. Marie war immer die, die alles bekam. Zu schön, zu besonders und zu willensstark. Anne war immer nur die Vernünftige und Unscheinbare. Jetzt, als Biologie-Studentin – sie forscht über die symbiotischen und parasitären Beziehungen der Pilze -, möchte sie endlich aus Maries Schatten treten. Anne weiß, es gibt nicht nur eine einzige Wahrheit. Und tatsächlich werfen ihre Nachforschungen ein neues Licht auf die beiden Schwestern und ihre Kindheit, die kein Paradies war.

erschienen August 2014

 
Ein Buch für Hanna

Verlag: Beltz & Gelberg

Ein Buch für Hanna Die 14-jährige Hanna Salomon hasst den Spitznamen »Püppchen«, er macht sie so klein, wie sie sich selbst oft fühlt.
Als sie im Sommer 1939 Deutschland zusammen mit anderen Mädchen verlässt, heißt es: »Ihr seid die Glücklichen, die Auserwählten!« Das Ziel ist Palästina, mit Zwischenstation Dänemark. Dort, auf dem Land, bei der alten Bente, gibt es zwar keine Palmen und das Meer ist nicht so blau wie in Andersens Märchen, aber man ist sicher vor den Nazis. Was ein Irrtum ist. Zusammen mit den Mädchen Mira, Bella, Rosa, Rachel und Sarah wird Hanna nach Theresienstadt deportiert.

1. Auflage, Erscheinungsdatum 03/2011.
352 Seiten. Gebunden im Schutzumschlag. Ab 14 Jahre

 
Nathan und seine Kinder

Verlag: Beltz & Gelberg

Nathan und seine Kinder Jerusalem, zur Zeit der Kreuzzüge um 1192: Die Christen haben die Heilige Stadt an Sultan Saladin verloren. Von den gefangenen Kreuzfahrern begnadigt er nur einen einzigen: den jungen Tempelritter Curd von Stauffen. Die gute Tat zieht eine weitere nach sich: Der Tempelritter rettet das Mädchen Recha aus den Flammen ihres Hauses. Sie ist die Tochter des jüdischen Kaufmanns Nathan, den man den Weisen nennt.

Während Recha und ihr Lebensretter, die Jüdin und der Christ, einander zunächst verkennen und verfehlen, braut sich über Nathans Kopf Unheil zusammen. Sultan Saladin befiehlt ihn zu sich und stellt ihm die schwierigste aller Fragen: Welche Religion ist die einzig wahre?

Nathan antwortet mit dem berühmten Gleichnis von den drei Ringen doch wird das den Sultan zufriedenstellen? Außerdem ahnt Nathan nicht, dass ihm inzwischen der christliche Patriarch von Jerusalem und ein moslemischer Hauptmann nach dem Leben trachten …

Mirjam Pressler hält sich mit großen Respekt an Lessings Vorlage, doch in entscheidenden Dingen variiert sie – sie wählt die Form eines Romanes, erzählt in einer andere Tonlage, so dass die Menschen lebendiger und ihre Zeit vorstellbarer werden. Und, die Geschichte geht anders aus, denn Nathan wird ermordet, zurück bleiben Nathans Kinder.

erschienen Januar 2009

Ausgezeichnet:
Luchs des Monats Februar 2009, (Die Zeit/ Radio Bremen)
Die Besten 7 Bücher für junge Leser (Deutschlandfunk), März 2009

 
Golem stiller Bruder

Verlag: Beltz & Gelberg

Golem stiller Bruder “Der 15-jährige Jankel lebt in der goldenen Stadt Prag bei seinem Großonkel, dem berühmten Rabbi Löw. Er fühlt sich wohl – wäre da nicht dieser unheimliche Mitbewohner unter dem Dach: Josef ist Synagogendiener und eine Ausgeburt an Hässlichkeit und Stumpfsinn. Er ist ein Golem, ein künstlicher Mensch aus Lehm, geschaffen mithilfe kabbalistischer Zauberformeln, um die Menschen im jüdischen Ghetto zu schützen.
Obwohl Josef kein Mensch ist, schließt Jankel ihn in sein Herz und entwickelt zu ihm eine tiefe Beziehung, die auf dramatische Weise endet.

Ein historischer Roman einer großen Erzählerin, der von menschlicher Vermessenheit handelt und seine Faszination aus aus der Lust am Unheimlichen bezieht. Zugleich erzählt Mirjam Pressler von der jüdischen Religion, die so reich an Legenden und Mythen ist.”

erschienen 2007 – ab 12 Jahren

 
Wundertütentage

Verlag: Beltz & Gelberg

Wundertütentage Kindheit ist voller Wunder und Wunder kommen selten allein. Samuel, der leidenschaftlicher Käfersammler ist, findet den Blauen Leuchtkäfer. Und er lernt Nicki kennen, die in einem Schuppen drei Katzenbabys versteckt. Ein Kinderroman, warmherzig und beglückend, in dem Tiere und die Natur eine große Rolle spielen. Wenn man erst neun ist, wird man nicht gefragt, wenn die Eltern umziehen. Jetzt wohnen sie in der Vogelsiedlung, lauter Reihenhäuser, die alle gleich aussehen. Und alle Straßen haben Vogelnamen. Du wirst dich schon eingewöhnen, sagen alle. Schön wär’s, denkt Sami, der den alten Kastanienbaum jetzt schon vermisst. Und eines Tages, beim Käfersuchen, wird er von einem Mädchen angesprochen. Sie heißt Nicki und geht in die Parallelklasse. Sami erzählt ihr von seiner wunderbaren Käfersammlung, und Nicki zeigt ihm Minka, eine Katze mit drei Katzenbabys, die Nicki versteckt, damit sie am Leben bleiben. Sami und Nicki kümmern sich um Minka und ihre Jungen. Das lenkt ab. Samis Eltern haben sich in letzter Zeit oft gestritten und jetzt packt seine Mutter ihren Koffer und verreist. Wohin und wann sie wiederkommt, sagt sie nicht. Samis Tage sind nun wie Wundertüten: Man weiß nicht, was drin ist. Langsam freundet er sich mit Jakob an. Und ihm und Nicki gelingt es, ein Zuhause für Minkas Junge zu finden. Und plötzlich ist auch Samis Mutter wieder zurück. Keiner weiß, für wie lange, aber Hauptsache, sie ist wieder da.

Erscheinungsdatum: März 2005

 
Guten Morgen, gute Nacht

Verlag: Beltz & Gelberg

Guten Morgen, Gute Nacht(mit Bildern von Helga Bansch)
Guten Morgen, gute Nacht!
Morgens, wenn der Tag beginnt, freut sich jedes Hasenkind.
Und wenn es auch noch Montag ist, der Tag der Hasen, wie ihr wisst,
da hüpft das Häschen aus dem Haus, bei Sonnenschein will es hinaus.
Als Erstes sucht es sein Cousinchen, das allerliebste Zwergkaninchen.
Sie wollen heut spazieren gehn, sich da und dort die Welt besehn.
Sie singen tri- und tralala. Halt! Bleib mal stehn! Was ist denn da? Das Zwergkaninchen und das Häschen heben schnuppernd ihre Näschen.
Ein süßer Zuckerrübenduft erfüllt die frische Morgenluft.
Im Rübenfeld herrscht Dämmerlicht, das stört die beiden Nager nicht.
Das Häschen knabbert Blatt um Blatt, doch sein Cousinchen ist bald satt.
Ja , sagt das Häschen, so ist’s fein. So soll ein Hasenleben sein.

Erscheinungsdatum: März 2005

 
Mit Sarah und Simon durchs Jahr

Verlag: Cbj

Mit Sarah und Simon durchs Jahr (mit Illustrationen von Ingrid Godon) Neue Bildergeschichten mit Sarah und Simon: Kinderalltag im Jahresverlauf.

Zwölf neue Bildergeschichten berichten von Erlebnissen auf der Frühlingswiese, am sommerlichen Strand und im herbstlichen Park, vom Zoo, vom Jahrmarkt und vom Schnupfenwetter im Winter. Jeweils sechs große Bilder zeigen die Geschichte; kurze, leicht verständliche Texte beschreiben, was passiert. Ingrid Godons farbenfrohe Illustrationen sind einfühlsam und für Kinder leicht nachvollziehbar – eine Einladung zum Erzählen.

Erschienen im Februar 2005

 
Rosengift

Verlag: Berlin Verlag

RosengiftLisa Bratt, erfolgreiche Kriminalschriftstellerin, ist eine Frau in den besten Jahren.
Perfekt wie eine Kugel wirkt ihr Leben, harmonisch und rund und schön, und nach zwei gescheiterten Ehen scheint sie nun auch noch den perfekten Mann gefunden zu haben.

Die passionierte Rosenzüchterin Nelly, Hauptfigur in Lisa Bratts neuem Roman, hat es nicht so gut getroffen und spielt mit dem Gedanken, den Ehemann zu ermorden, vielleicht mit Gift…
Inmitten der Arbeit an diesem Buch, dessen Plot überraschend widerspenstig gerät, nimmt Lisa Bratt eine junge Fremde bei sich auf, eine Frau, die sie auf der Straße aufgelesen hat. Die perfekte Welt gerät aus den Fugen – und nur eine leise grausame Tat kann sie retten.

Erscheinungsdatum: September 2004

 
Spukgeschichten

Verlag: Arena

SpukgeschichtenWer spukt denn da um Mitternacht? Das wollen Tommi und Hanna herausfinden und staunen nicht schlecht, als sie das Schattenmonster auf frischer Tat ertappen.
Aber nicht nur Menschenkinder gruselt es zur Geisterstunde. Rosalius soll die Spukprüfung ablegen. Dumm nur, dass er das wahrscheinlich ängstlichste Gespenst der ganzen Gespensterschule ist.

Erscheinungsdatum: August 2004

 
Sarah und Simon

Verlag: Cbj

Sarah und Simon (mit Bildern von Ingrid Godon) Bildergeschichten von Sarah und Simon, dem Geschwisterpaar, das voller Neugierde und Spieldrang seine Umwelt entdeckt.
Einkaufen mit Mama, Toben mit Papa, zu Besuch im Kindergarten oder auf Entdeckungstour im Garten – zwölf kurze, in sich abgeschlossene Episoden aus dem Kinderalltag, von Ingrid Godon liebevoll in großformatigen Bildern eingefangen und von Mirjam Pressler kongenial mit griffigen kleinen Texten versehen. Ein mit Bedacht arrangiertes, lebendiges Bild-Text-Gefüge und ein erstes Buch zum gemeinsamen Betrachten, Zuhören und Reflektieren für kleine Kinder und ihre Eltern. – Episoden aus dem Kinderalltag, in denen sich alle Vierjährigen wieder finden – Ein Buch, das Wahrnehmung und Fantasie schult – Ideal für den Kindergarten und daheim

Erschienen im August 2004

 

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