Ich schreibe Geschichten, das heißt, ich schreibe Texte im Medium der Sprache, aus denen im Kopf des Lesers etwas Eigenes entsteht, eigene Variationen des vorgegebenen Themas.
Meine Protagonisten sind Kinder und Jugendliche ... Für meine Helden ist Sprache lebenswichtig, überlebenswichtig, wer wüsste das besser als ich.

Meine Aufgabe ist es nicht nur, sie durch Sprache zum Leben zu erwecken, ich muss ihnen auch eine eigene Sprache geben, damit sie ihre Sehnsüchte formulieren und ihre Ansprüche anmelden können.
Umso mehr, wenn sie die Sprache gerade erst entdeckt haben, so wie es auch bei manchen meiner Leser und Leserinnen der Fall sein mag.
Noch schwieriger ist es, wenn sie, die Figuren, die Sprache noch gar nicht gefunden haben ... Aber eine große Herausforderung für Schriftsteller ist es ja gerade, Sprachloses in Sprache zu übersetzen.

 
Auszeichnungen
 
meine Autorentätigkeiten
Nathan und seine Kinder

Verlag: Kinder- und Jugendliteratur

Nathan und seine Kinder Jerusalem, zur Zeit der Kreuzzüge um 1192: Die Christen haben die Heilige Stadt an Sultan Saladin verloren. Von den gefangenen Kreuzfahrern begnadigt er nur einen einzigen: den jungen Tempelritter Curd von Stauffen. Die gute Tat zieht eine weitere nach sich: Der Tempelritter rettet das Mädchen Recha aus den Flammen ihres Hauses. Sie ist die Tochter des jüdischen Kaufmanns Nathan, den man den Weisen nennt.

Während Recha und ihr Lebensretter, die Jüdin und der Christ, einander zunächst verkennen und verfehlen, braut sich über Nathans Kopf Unheil zusammen. Sultan Saladin befiehlt ihn zu sich und stellt ihm die schwierigste aller Fragen: Welche Religion ist die einzig wahre?

Nathan antwortet mit dem berühmten Gleichnis von den drei Ringen doch wird das den Sultan zufriedenstellen? Außerdem ahnt Nathan nicht, dass ihm inzwischen der christliche Patriarch von Jerusalem und ein moslemischer Hauptmann nach dem Leben trachten …

Mirjam Pressler hält sich mit großen Respekt an Lessings Vorlage, doch in entscheidenden Dingen variiert sie – sie wählt die Form eines Romanes, erzählt in einer andere Tonlage, so dass die Menschen lebendiger und ihre Zeit vorstellbarer werden. Und, die Geschichte geht anders aus, denn Nathan wird ermordet, zurück bleiben Nathans Kinder.

erschienen Januar 2009

Ausgezeichnet:
Luchs des Monats Februar 2009, (Die Zeit/ Radio Bremen)
Die Besten 7 Bücher für junge Leser (Deutschlandfunk), März 2009

 
Golem stiller Bruder

Verlag: Beltz & Gelberg

Golem stiller Bruder “Der 15-jährige Jankel lebt in der goldenen Stadt Prag bei seinem Großonkel, dem berühmten Rabbi Löw. Er fühlt sich wohl – wäre da nicht dieser unheimliche Mitbewohner unter dem Dach: Josef ist Synagogendiener und eine Ausgeburt an Hässlichkeit und Stumpfsinn. Er ist ein Golem, ein künstlicher Mensch aus Lehm, geschaffen mithilfe kabbalistischer Zauberformeln, um die Menschen im jüdischen Ghetto zu schützen.
Obwohl Josef kein Mensch ist, schließt Jankel ihn in sein Herz und entwickelt zu ihm eine tiefe Beziehung, die auf dramatische Weise endet.

Ein historischer Roman einer großen Erzählerin, der von menschlicher Vermessenheit handelt und seine Faszination aus aus der Lust am Unheimlichen bezieht. Zugleich erzählt Mirjam Pressler von der jüdischen Religion, die so reich an Legenden und Mythen ist.”

erschienen 2007 – ab 12 Jahren

 
Wundertütentage

Verlag: Beltz & Gelberg

Wundertütentage Kindheit ist voller Wunder und Wunder kommen selten allein. Samuel, der leidenschaftlicher Käfersammler ist, findet den Blauen Leuchtkäfer. Und er lernt Nicki kennen, die in einem Schuppen drei Katzenbabys versteckt. Ein Kinderroman, warmherzig und beglückend, in dem Tiere und die Natur eine große Rolle spielen. Wenn man erst neun ist, wird man nicht gefragt, wenn die Eltern umziehen. Jetzt wohnen sie in der Vogelsiedlung, lauter Reihenhäuser, die alle gleich aussehen. Und alle Straßen haben Vogelnamen. Du wirst dich schon eingewöhnen, sagen alle. Schön wär’s, denkt Sami, der den alten Kastanienbaum jetzt schon vermisst. Und eines Tages, beim Käfersuchen, wird er von einem Mädchen angesprochen. Sie heißt Nicki und geht in die Parallelklasse. Sami erzählt ihr von seiner wunderbaren Käfersammlung, und Nicki zeigt ihm Minka, eine Katze mit drei Katzenbabys, die Nicki versteckt, damit sie am Leben bleiben. Sami und Nicki kümmern sich um Minka und ihre Jungen. Das lenkt ab. Samis Eltern haben sich in letzter Zeit oft gestritten und jetzt packt seine Mutter ihren Koffer und verreist. Wohin und wann sie wiederkommt, sagt sie nicht. Samis Tage sind nun wie Wundertüten: Man weiß nicht, was drin ist. Langsam freundet er sich mit Jakob an. Und ihm und Nicki gelingt es, ein Zuhause für Minkas Junge zu finden. Und plötzlich ist auch Samis Mutter wieder zurück. Keiner weiß, für wie lange, aber Hauptsache, sie ist wieder da.

Erscheinungsdatum: März 2005

 
Guten Morgen, gute Nacht

Verlag: Beltz & Gelberg

Guten Morgen, Gute Nacht(mit Bildern von Helga Bansch)
Guten Morgen, gute Nacht!
Morgens, wenn der Tag beginnt, freut sich jedes Hasenkind.
Und wenn es auch noch Montag ist, der Tag der Hasen, wie ihr wisst,
da hüpft das Häschen aus dem Haus, bei Sonnenschein will es hinaus.
Als Erstes sucht es sein Cousinchen, das allerliebste Zwergkaninchen.
Sie wollen heut spazieren gehn, sich da und dort die Welt besehn.
Sie singen tri- und tralala. Halt! Bleib mal stehn! Was ist denn da? Das Zwergkaninchen und das Häschen heben schnuppernd ihre Näschen.
Ein süßer Zuckerrübenduft erfüllt die frische Morgenluft.
Im Rübenfeld herrscht Dämmerlicht, das stört die beiden Nager nicht.
Das Häschen knabbert Blatt um Blatt, doch sein Cousinchen ist bald satt.
Ja , sagt das Häschen, so ist’s fein. So soll ein Hasenleben sein.

Erscheinungsdatum: März 2005

 
Mit Sarah und Simon durchs Jahr

Verlag: Cbj

Mit Sarah und Simon durchs Jahr (mit Illustrationen von Ingrid Godon) Neue Bildergeschichten mit Sarah und Simon: Kinderalltag im Jahresverlauf.

Zwölf neue Bildergeschichten berichten von Erlebnissen auf der Frühlingswiese, am sommerlichen Strand und im herbstlichen Park, vom Zoo, vom Jahrmarkt und vom Schnupfenwetter im Winter. Jeweils sechs große Bilder zeigen die Geschichte; kurze, leicht verständliche Texte beschreiben, was passiert. Ingrid Godons farbenfrohe Illustrationen sind einfühlsam und für Kinder leicht nachvollziehbar – eine Einladung zum Erzählen.

Erschienen im Februar 2005

 
Rosengift

Verlag: Berlin Verlag

RosengiftLisa Bratt, erfolgreiche Kriminalschriftstellerin, ist eine Frau in den besten Jahren.
Perfekt wie eine Kugel wirkt ihr Leben, harmonisch und rund und schön, und nach zwei gescheiterten Ehen scheint sie nun auch noch den perfekten Mann gefunden zu haben.

Die passionierte Rosenzüchterin Nelly, Hauptfigur in Lisa Bratts neuem Roman, hat es nicht so gut getroffen und spielt mit dem Gedanken, den Ehemann zu ermorden, vielleicht mit Gift…
Inmitten der Arbeit an diesem Buch, dessen Plot überraschend widerspenstig gerät, nimmt Lisa Bratt eine junge Fremde bei sich auf, eine Frau, die sie auf der Straße aufgelesen hat. Die perfekte Welt gerät aus den Fugen – und nur eine leise grausame Tat kann sie retten.

Erscheinungsdatum: September 2004

 
Spukgeschichten

Verlag: Arena

SpukgeschichtenWer spukt denn da um Mitternacht? Das wollen Tommi und Hanna herausfinden und staunen nicht schlecht, als sie das Schattenmonster auf frischer Tat ertappen.
Aber nicht nur Menschenkinder gruselt es zur Geisterstunde. Rosalius soll die Spukprüfung ablegen. Dumm nur, dass er das wahrscheinlich ängstlichste Gespenst der ganzen Gespensterschule ist.

Erscheinungsdatum: August 2004

 
Sarah und Simon

Verlag: Cbj

Sarah und Simon (mit Bildern von Ingrid Godon) Bildergeschichten von Sarah und Simon, dem Geschwisterpaar, das voller Neugierde und Spieldrang seine Umwelt entdeckt.
Einkaufen mit Mama, Toben mit Papa, zu Besuch im Kindergarten oder auf Entdeckungstour im Garten – zwölf kurze, in sich abgeschlossene Episoden aus dem Kinderalltag, von Ingrid Godon liebevoll in großformatigen Bildern eingefangen und von Mirjam Pressler kongenial mit griffigen kleinen Texten versehen. Ein mit Bedacht arrangiertes, lebendiges Bild-Text-Gefüge und ein erstes Buch zum gemeinsamen Betrachten, Zuhören und Reflektieren für kleine Kinder und ihre Eltern. – Episoden aus dem Kinderalltag, in denen sich alle Vierjährigen wieder finden – Ein Buch, das Wahrnehmung und Fantasie schult – Ideal für den Kindergarten und daheim

Erschienen im August 2004

 
Zeit der schlafenden Hunde, die

Verlag: Beltz & Gelberg

Die Zeit der schlafenden Hunde Johanna deckt eine dunkle Seite ihrer Familiengeschichte auf: Ihr Großvater war, wie viele Deutsche, ein Nutznießer der Enteignung jüdischen Besitzes. Ein neuer, grandioser Roman von Mirjam Pressler über drei Generationen einer Familie und deren unterschiedlichen Umgang mit deutscher Vergangenheit.

Herbst 1995: Johannas Familie gehört das traditionsreiche Modehaus Riemenschneider. Der Großvater hat es gegründet und “mit seiner Hände Arbeit” zum Erfolg geführt. So heißt es – aber als Johanna mit einer Schülergruppe nach Israel fährt, trifft sie Frau Levin, deren Familie das Modehaus gehörte, als es noch Heimann & Compagnie hieß. Im Zuge der Arisierung jüdischen Besitzes hat der Großvater das Geschäft gekauft, ganz legal, nach den Gesetzen des Dritten Reiches.
Johanna ist verunsichert: Gründet der Wohlstand ihrer Familie auf Unrecht? Darf sie selbst dazu schweigen? Auch das Verhältnis zu ihrem Freund Daniel ist überschattet, denn sie hat ihm noch nichts von Doron erzählt, dem Enkel von Frau Levin. Sie fühlt sich hin und her gerissen zwischen ihrer Wahrheitsliebe und dem Bedürfnis, keine schlafenden Hunde zu wecken. Doch nach dem plötzlichen Tod des Großvaters will sie den wahren Hintergründen der Firmengeschichte, die zugleich Familiengeschichte und politische Geschichte ist, auf die Spur kommen. Sie beginnt zu recherchieren und gerät zunehmend in Konflikt mit ihrem Vater. Der Streit eskaliert und führt fast zum Bruch. Aber es ist ein notwendiger Streit.
Am Ende ist Johanna ihrem Gewissen und ihrer Verantwortung gerecht geworden. Befreit und neugierig steht sie auf der Schwelle zu ihrem eigenen Leben.

Erscheinungsdatum: August 2003

 
Nora, mal so mal so

Verlag: Alibaba

Nora, mal so mal so (mit Bildern von Astrid Krömer) Warum spielt Nora nie mit? Es ist für Patty nicht einfach, mit Nora befreundet zu sein, denn Nora ist launisch, eifersüchtig und erzählt von einem Ungeheuer, das nachts zu ihr kommt.
Und dann ist da die Sache mit der Puppe Lilli. Nora hat sie nackt ausgezogen und ihr den Bauch mit einem roten Stift zerkratzt. Patty, die mit Noras Verhalten nicht zurecht kommt, ihr jedoch helfen möchte, wendet sich an die Kindergartenpraktikantin Susanne…

Ein Buch über sexuellen Missbrauch, einfühlsam erzählt und ausdrucksvoll illustriert. Ein Buch, das dem gemeinsamen Betrachten – Kind zusammen mit einem Erwachsenen – anempfohlen werden sollte. Ein Buch, das Erwachsene hellhörig werden lassen sollte.

 
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